06.10.2007 – 14:27
Autor: Kredit Engel

Heute mal etwas Abwechslung. Ein Gastbeitrag zum Bau eines Hauses unter Zuhilfenahme einer Baufinanzierung in Form eines ganz besonderen Erfahrungsberichtes von Radiowettermann Frank Abel:


Ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Frank Abel, ich bin Wettermann im Radio und mittelmäßiger Verdiener. So breitgestreut wie mein Bekanntheitsgrad in Sachsen-Anhalt ist mein Gehalt nun leider noch nicht. Vermutlich müsste ich dazu Werbung für Dickmilch mit in die richtige Richtung drehende Bakterien besetzen.

Ach, natürlich darf auch der familiäre Background nicht fehlen, in dessen Rahmen man sich ja nun häufig in der Lebensmitte bewegt. Ich darf stolz noch meine Frau und meine beiden Kinder erwähnen, die nun, nachdem wir in die Nähe Berlins gezogen sind, sich über ein eigenes Haus freuen würden.

Kombiniert man nun mein Vorhandenes aus dem ersten und das Gewünschte aus dem zweiten Absatz, so wäre die Menge ohne helfende Hand enttäuschend leer. Um sich also Mauersteine um die Lebensräume und Dachziegel obendrauf zu besorgen, benötigt man mehr Geld, als man hat. Dann überprüft man, wieviel Geld aus eigener Tasche in den Haustraum hineinflattert und wieviel vorgestreckt werden muss. Üblicherweise spricht der deutsche Euphemist dabei von “Baufinanzierung“, da “ich muss mir Geld pumpen, da ich mir sonst keine Hütte leisten könnte” zum Einen die sprachübliche Länge und zum Anderen den in der Umgangssprache üblichen Wahrheitsgehalt sprengt.

Bei einer Baufinanzierung sollten Sie wirklich mehr als einmal hinsehen, denn Sie legen sich auf Jahre hinaus fest. Noch bewegen sich die Zinsen seitwärts, sprich nicht erkennbar deutlich in irgend eine Richtung. Langfristig aber werden sie wohlstandsbedingt steigen. Dies lädt natürlich zu einer langen Laufzeit ein. Darum entschied ich mich grundsätzlich für eine Laufzeit von 15 Jahren.

Da ich ein Freund der eigenen Entscheidung im virtuellen Raum bin, führte mich mein Weg auf die umfangreichen Seiten der Stiftung Warentest. In der Sparte Finanztest wurden dabei Baufinanzierer verglichen. Der grundsätzliche Tenor dieser Tests war: wenn Sie Geld sparen wollen, dann nutzen Sie Online-Anbieter. Diese sind um etliche Zehntel Prozentpunkte unter den Filialbanken. Dies kann über so eine lange Laufzeit einen Unterschied von mehr als 10.000 € ausmachen.

Insgesamt am besten schnitt dabei die Firma creditweb ab. Bei ihr haben die Finanztester verschiedenste Bau-Interessenten vorgetäuscht, und bei allen Varianten hat die creditweb die günstigste Baufinanzierung kombiniert. Vorteil dieser Gesellschaft ist nämlich, dass Sie ein Sammler ist. Also als Vermittler die günstigsten Baufinanzierer für jeden individuell konfiguriert.

So bekam auch ich ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis: meine Baufinanzierung geschieht mit der DKB und dem 60.000-Euro-KfW-Darlehen. Die freundliche Beraterin, die man wirklich so oft wie nur möglich antelefonieren kann und deren Geduld engelsgleich zu nennen ist, errechnete dabei auch, dass ich einen wesentlich günstigeren Zinssatz bekäme, wenn ich nur 500 Euro weniger aufnehmen würde. So kam ich auf einen Effektiv-Zinssatz von 5,07 Prozent, was im Moment wahrlich ein gutes Angebot darstellt.

Komplizierter stellt sich dagegen die Verhandlung mit der DKB, der Deutschen Kreditbank AG dar. Sie wollen Unterlagen, die nur schwer besorgt werden können. Die Kommunikation via Telefon und Internet ist zu behäbig, um schnelle Entscheidungen treffen zu können. Vermutlich kann man nur empfehlen, die DKB über die creditweb-Vermittler anreden zu lassen. Es mag sein, dass diese einen größeren Einfluss haben, allerdings habe ich dies noch nicht ausgetestet.

Zu guter letzt ein wichtiger Tipp: warten Sie mit der Baufinanzierung so lange wie möglich. Denn nach einer gewissen Zeit sind Extrazinsen (so genannte Bereitstellungszinsen) fällig, wenn der Darlehensbetrag nicht abgerufen wird. Der unerfahrene Bauwillige macht nämlich wie ich häufig den Fehler, zuerst die Finanzierung und dann die Planung auf die Beine zu stellen. Heute weiß ich: andersrum ist es besser.

Mein empfohlenes Vorgehen lautet also: lassen Sie sich zuerst einen Bauplan erstellen. Rechnen Sie alle Nebenkosten durch und runden Sie reichlich auf. Überprüfen Sie dann, ob die Finanzierung Aussicht auf Erfolg hat. Schließen Sie dann den Bauvertrag mit einer Rücktrittsklausel für den Fall nicht erteilter Darlehenszusage ab. Warten Sie dann ab, bis Sie den endgültigen Bautermin wissen und fangen dann erst an, die Baufinanzierungs-Verträge zu unterschreiben. Damit können Sie dann einiges an Geld sparen. Denn Sie rufen das Geld wirklich erst dann ab, wenn Sie es brauchen.

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    1. 2 Responses to “Baufinanzierung – Warum tut man sich das an?”

    2. Ich kann der Meinung nur zustimmen.
      Einen Sachbearbeiter bekommt man überhaupt nicht, alle Briefe sind ohne Bearbeitungsnummer, ohne Bearbeite, ohne Unterschrift, ohne Durchwahl.

      Bei jedem Anruf bekommt man als Ansprechpartner eine freundliche sehr neutrale Frauenstimme, die einem zu allem immer das gleiche sagt: “Ich werde das an den zuständigen Bearbeiter weiterleiter, der sie dann zurückruft”.

      Zurückrufen tut niemals jemand. Nie!!!!!

      Wir warten momentan seit 6 Wochen (!) auf läppische 15.000 EUR um Firmen zu bezahlen!!!!
      Kein Rückruf, kein Schreiben, wieso kein Geld kommt, keine Antwort auf Mails, NICHTS!!!!

      Die erste Firma hat bereits ein Mahnverfahren gegen uns eingeleitet….. Danke, liebe Bank, dass wir beide einen Vertrag unterzeichnet haben!!!!!

      So, nun kann sich jeder für die richtige Bank entscheiden….

      By Kredi on May 29, 2009

    1. 1 Trackback(s)

    2. Jan 18, 2008: Ein Erfahrungsbericht » - Kredit-Engel.de

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