
Gestern, am 27. November 2007, stellte die Schufa ihren jährlichen Schuldenkompass vor. Auf Grund von Privatkrediten und Hypothekenschulden wagte Sie dabei auch eine Prognose für die Verschuldung des Jahres 2008, und man darf vorsichtig optimistisch sein. Die Schufa zieht in ihrem Schulden-Kompass folgende Bilanz:
“Laut Prognose für Ende 2008 wird der gesamtdeutsche Privatverschuldungsindex (PVI) von 1.132 Punkten im 1. Halbjahr 2007 auf 1.127 Punkte zurückgehen. Damit wäre Ende 2008 erstmals seit 2004 ein Rückgang (minus 0,44 %) des PVI festzustellen und damit im bundesweiten Durchschnitt ein Rückgang der Verschuldungsprobleme bei privaten Personen.”
Zusätzlich habe sich der PVI seit 2004 verlangsamt und zeige eine weitere Verbesserung. Die Schuldenprobleme bei den Privatpersonen sollen demnach eher abnehmen.
Bei der räumlichen Verteilung gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. Die geringsten Probleme mit Krediten hat man in Baden-Württemberg, während die Berliner am häufigsten nicht mehr Ihre Raten zurückzahlen können. Bei der Suche nach den Ursachen für diese Verteilung kommt man auf eine interessante Theorie: häufig fangen soziale Netzwerke im ländlichen Raum finanzielle Engpässe deutlich besser ab, als es in unserer Hauptstadt als Single-Hochburg der Fall ist.
Warum tappen so viele in die Schuldenfalle? Hauptsächlich sind finanzielle Turbulenzen auf Grund von privaten Veränderungen der Grund, die man nicht berücksichtigt hat. Den Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung, oder einfach ein geringerer Verdienst können schon dafür sorgen, dass die private Haushaltsplanung aus den Fugen gerät.
Daher sollte man bei der Aufnahme eines Privatkredits oder gar einer Baufinanzierung nicht die aktuelle finanzielle Situation als Grundlage nehmen, sondern auch genügend Spielraum lassen für den Fall, dass die Zinsen auf einmal steigen oder das Einkommen sinkt.
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