
Franziska Matschke von der Schuldnerhilfe Köln berichtete am 17.12.07 in der WELT über die Gefahren, die bei unachtsamem Umgang mit Sofortkrediten in der Vorweihnachtszeit lauern. Denn viele Anbieter locken mit günstigen Konditionen, die aber nur auf den ersten Blick das günstige Geld versprechen.
Denn überwiegend gelten die in Zeitschriften und Magazinen ausgewiesenen ‘Weihnachtskredite’ nur für diejenigen, die sie ohnehin nicht benötigen, nämlich für seit vielen Jahren Festangestellte mit optimaler Bonität. Jeder, der von dieser Optimalbedingung abweicht, muss auch entsprechend mit höheren Raten rechnen.
Nun kommt aber Psychologie ins Spiel, meint Franziska Matschke, denn viele akzeptierten auch diese schlechteren Kredit-Bedingungen, “weil sie sich schon darauf eingestellt haben, sich dieses oder jenes kaufen zu können”. Hinzu kommt, dass Sofortkredite erst ab einer gewissen Höhe vergeben werden, meist ab 2.500 Euro aufwärts. Durch diese für die Weihnachtsgeschenke viel zu hohen Kreditsummen würden viele dazu verführt, noch mehr auszugeben als ursprünglich geplant.
Als Alternative zwischen langfristigem Ratenkredit und kostenspieligem Dispokredit empfiehlt die Schuldnerberaterin den so genannten Abrufkredit. Hier wird mit der Bank ein gewisser Kreditrahmen vereinbart, in dem man sein Geld zu deutlich günstigeren Zinsen als beim Dispositionskredit bekommt, und diese fallen auch nur für den wirklich genutzten Betrag an.
Dennoch gibt es auch hier Mindestsummen, die aber deutlich niedriger liegen. Für Weihnachtsgeschenke bietet sich da noch Tchibo an mit 250 Euro, während von den meisten Banken 1000 Euro verlangt werden.
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