
In einem Beitrag des Deutschlandfunks wird von einer aktuellen Veröffentlichung der Stiftung Warentest berichtet. In der Vorweihnachtszeit hat sich diese vor allem mit einer anderen, relativ neuen Variante des Kredits, dem Rahmenkredit beschäftigt und stellt Vor- und Nachteile heraus.
Den Rahmenkredit, manchmal auch Abrufkredit genannt, stellt dabei eine Art Kompromiss zwischen Dispositionskredit und Sofortkredit dar. Der Unterschied zum Ratenkredit besteht dabei darin, dass man einen gewissen Rahmen mit dem Kredit-Anbieter vereinbart, den man aber nicht ausschöpfen muss. Während der Laufzeit des Kredites muss man dabei auch nur die anteiligen Zinsen für den abgerufenen Betrag zahlen.
So anteilig, wie man den Betrag abrufen kann, so kann man ihn auch tilgen. Entweder entscheidet man sich für monatliche Raten, steht aber von irgendwoher Geld ins Haus, so kann man den geliehenen Geldbetrag und damit die Zinsen verringern.
Selbstverständlich gibt es auch beim Rahmenkredit eine Bonitätsprüfung, und mit negativer Schufa-Auskunft gibt es keine Möglichkeiten. Ist man selbstständig, so muss man etwas länger nach einem Anbieter suchen. Bei der Stiftung Warentest gab es lediglich sieben Banken, die in diesem Fall zu einem Kredit-Abschluss bereit waren. Die Zinsen liegen dabei etwas höher als bei den Ratenkrediten und etwas niedriger als bei dem üblichen Dispositionsrahmen auf dem Girokonto, die Laufzeiten ähneln der von Ratenkrediten (12 bis 96 Monate). Die günstigsten überregionalen Anbieter der Stiftung Warentest waren dabei die ING-Diba und die “Credit Europe Bank” mit Zinsen von etwas unter 9 Prozent.
Doch die Stiftung Warentest mahnt auch zu genauerem Hinsehen. Denn einige Kredit-Anbieter offerieren auch zeitlich begrenzte Angebote von 5 Prozent. Ist dieses aber abgelaufen, so kann es schnell teuer werden. Denn ein großer Nachteil der Rahmenkredite liegt in der Variabilität des Zinssatzes. Diesen kann die Bank jederzeit anpassen, während er beim Sofortkredit am Anfang der Laufzeit festgelegt wird.
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