21.12.2007 – 05:08
Autor: Kredit News

Die Verbraucherzentralen bewerten Produkte und Dienstleistungen kritisch, unabhängig und unbestechlich. Besonders die Verbraucherzentrale NRW hat sich hier dem Bericht über nicht immer seriöse Werbemethoden der Banken verschrieben. Aber nun muss sie sich selbst einen Fehler vorwerfen lassen, denn vor einiger Zeit wurde von der Verbraucherzentrale Düsseldorf ein Test zu Ratenkrediten veröffentlicht. Hier wurden 15 Kreditinstitute genauer ins Visier genommen, die Kunden mit Lockvogelangeboten in Form von Superzinssätzen bei Ratenkrediten einfangen wollten. Einzig ING-Diba wurde von der VZ gelobt, da diese als einzige den in der Werbung angepriesenen Zinssatz auch tatsächlich allen Testern angeboten hatte.

Nun konnte der Finanzjournalist Andreas Kunze allerdings nach intensiven Recherchen nachweisen, dass auch die ING-Diba mit Staffelzinsen, abhängig von der Höhe des Kreditbetrages, arbeitet und dabei Ratenkredite ab 8,2 Prozent Zinssatz bewirbt.

Der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, Klaus Müller, musste nun einräumen, die ING-Diba fälschlich positiv im Test hervorgehoben zu haben. Er berief sich hier auf Fehler bei der redaktionellen Kontrolle und wandte sich mit dieser Erklärung schriftlich an Kunze.

Besonders unangenehm ist an dieser Tatsache für die Verbraucherzentrale NRW, dass die ING-Diba einer der größten privaten Förderer der Verbraucherzentrale ist und dies mit Spenden in Höhe von rund 200.000 Euro seit 2004 untermauert. Hier haken Verbraucherschützer ein und werfen der Verbraucherzentrale NRW Bestechlichkeit vor.

Diesen Vorwurf weist der Vorstand ganz klar mit dem Argument, auch die Postbank sei ein privater Förderer und wurde trotzdem wegen ihrer Geschäftspraktiken bei der Ratenkreditvergabe abgemahnt, weit von sich.


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