
Viele Studenten wird es freuen. Seitdem sich seit dem Jahr 2002 das BAföG nicht geändert hat, steht ab dem Herbst 2008 nun eine Erhöhung ins Haus. Durch den Anstieg des Elternfreibetrages kommen nun auch mehr Studenten für die Förderung in Frage. Neu ist, dass auch Studierende im Ausland ab dem ersten Semester gefördert werden sowie die Einführung des Kinderbetreuungszuschlags. Doch reicht das Geld wirklich aus?
Geht man vom jetzigen Stand aus, so dürfte auch nach der Erhöhung längst nicht jeder, der studieren möchte, sich dieses auch leisten können. Erhöhte Lebenshaltungskosten und vor allem Studiengebühren tragen ihren Teil dazu bei.
Noch im Januar 2007 gab die staatliche BAföG-Förderungsstelle bekannt, dass jeder zweite Student auf den bisherigen Höchstsatz angewiesen sei. In dem dazugehörigen BAföG-Bericht nannte Bildungsministerin Schawan einen Anteil von 47,5 Prozent aller BAföG-Empfänger, die die volle Förderung von derzeit noch 585 Euro (ab Herbst 2008: 643 Euro) erhielten.
Wem das BAföG nicht reicht oder wenn die Voraussetzungen aus welchen Gründen auch immer nicht erfüllt sind, so gibt es seit einigen Jahren von den Kreditanbietern eine Alternative: den Studentenkredit. Dieser funktioniert ähnlich wie ein BAföG: man erhält monatlich eine Teilsumme des Darlehens, die man dann nach Beendigung des Studiums zurückzahlen kann. Meist beginnt die Rückzahlung erst über einem Jahr nach Abschluss, damit erst mit dem Eingang des ersten richtigen Gehalts mit der Tilgung begonnen werden muss.
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