04.01.2008 – 16:36
Autor: Kredit News

Während der Baukredithandel in den USA bereits seit Jahren zum Standard gehört, hat sich diese Wandlung in Deutschland erst im Jahre 2003 vollzogen. Die Banken haben einen großen Vorteil durch das neue Konzept, da sie unangenehme Kreditnehmer einfach aus ihren Bilanzen streichen können. Die Verträge werden nicht mehr einfach nur verkauft, sondern komplett abgegeben, was für den Kunden oftmals eine große Umstellung bedeutet.

Für den Käufer der Forderung ist es irrelevant, ob zwischen der Bank und dem Kunden ein langjähriges Vertragsverhältnis bestand. Ihm geht es nur darum, möglichst schnell sein Geld zu erhalten. Für den Gesetzgeber ist dieser Wandel ein Grund einzuschreiten. Da der neue Gläubiger dazu neigt, das Vertragsverhältnis schnell zu kündigen, wollen die Gesetzgeber eine Regelung einführen, die dem Kunden entgegenkommt. Als Vorbild hierbei gilt der Verbraucherkredit, der nur bei einem Rückstand von mindestens zwei Monatsraten gekündigt werden kann. Zudem muss die Bank dem Kunden eine Frist für den Ausgleich der offenen Raten geben, bevor der Vertrag aufgelöst wird. Bislang galt diese Regel nur für reine Verbraucherkredite, nicht jedoch für Immobilienkredite.

Seit Einführung der so genannten Portfolien wurden bereits Kredite im Wert von etwa 15 Milliarden Euro verkauft. Die Banken stellen Pakete zusammen, wobei immer eine Mischung aus gut laufenden Krediten zusammen mit Krediten verkauft wird, bei denen die Rückzahlung Probleme bereitet. Bei Weitem sind es nicht nur Käufer aus dem Ausland, die Interesse an den Paketen haben. Selbst die Deutsche Bank steht auf der Liste der Investoren.

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