08.01.2008 – 13:08
Autor: Kredit News

Laut Financial Times Deutschland hat sich der Markt für die so genannten “Faulen Kredite” oder notleidenden Kredite verschlechtert. Darunter versteht man solche Kredite, bei denen der Schuldner mit seinen Ratenzahlungen in Verzug gekommen ist oder solche, bei denen der Kredit-Geber kein taktisch haltbares Rendite-Risiko-Gleichgewicht mehr sieht. Diese notleidenden Kredite sind zwischen 2003 und 2006 zu hohen Preisen an andere Finanzinvestoren veräußert worden.

Der Preis für faule Immobilienkredite hätte in dieser Hochphase bei 40 bis 70 Prozent des Nennwertes gelegen.
Dabei hätten mehr und mehr Investoren den deutschen Markt gesucht und die Preise künstlich in die Höhe getrieben.

Mittlerweile scheint der Markt jedoch gesättigt. Die großen Finanzinvestoren sähen sich nicht mehr genötigt, Portfolios zu überteuerten Preisen zu erstehen. Außerdem sorgen die sinkenden Immobilienpreise, insbesondere in den USA, für einen Schwund der Sicherheiten. Auch die Refinanzierung sei teurer geworden.

Demgegenüber wird für 2008 geschätzt, dass der Handel mit gesunden Krediten weiter aufblühen wird. Momentan wird es mehr und mehr zur Norm, dass die Banken einen Mix aus faulen und gesunden Krediten veräußern, um ihre Bilanz aufzubessern. Transaktionen mit einem Einzelvolumen zwischen 2 und 5 Milliarden Euro sind laut Jörg Wulfken, Chef der deutschen Niederlassung der Kanzlei Mayer Brown, durchaus denkbar.

Allerdings dürfte dieses florierende Geschäft durch das geplante Risikobegrenzungsgesetz der Bundesregierung gebremst werden.


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