
Gute Nachricht für diejenigen, die bald einen Ratenkredit beantragen möchten: die Europäische Zentralbank (EZB) wird den Leitzins in den Euro-Ländern weiterhin konstant auf 4 Prozent belassen. Damit dürften sich auch die Ratenzinsen im Durchschnitt nicht erhöhen. Die EZB ist von ihrer ursprünglichen Überlegung, den Leitzins zu erhöhen, abgerückt, da sie das Wirtschaftswachstum nicht gefährden möchte.
Der einen Freud, der Sparer Leid; die EZB beweist damit jedenfalls viel Fingerspitzengefühl, muss Sie nämlich bereits seit längerer Zeit zwei Gegengewichte in der Waage halten.
- Die hohe Inflation von derzeit 3,1 Prozent im Euro-Raum spricht dafür, den Leitzins anzuheben. Damit würden auch die Kredite teurer, sowohl die Industrie also auch der Privatmensch würden weniger aufnehmen. Es würde weniger Geld in Umlauf gelangen, womit die Inflation gebremst würde. EZB-Präsident Trichet hält jedoch nach wie vor an seiner Prognose fest, dass diese hohe Teuerungsrate ohnehin ein vorübergehendes Phänomen wäre und sich 2008 abschwächen würde.
- Auf der anderen Seite stehen die Unsicherheiten und Krisen auf den weltweiten Finanzmärkten. Würde man den Leitzins erhöhen, so würde man einen weiteren Störfaktor einbauen, der die Wirtschaft belasten könnte. Günstige Kredite garantieren auf der anderen Seite, dass die Wirtschafts-Maschinerie geölt bleibt.
Ein weiterer Hilfegriff der EZB aus dem Dezember soll außerdem noch einmal mehr Geld in die Wirtschaft bringen: sie möchte Banken in zwei Auktionen über eine Laufzeit von 28 Tagen 10 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um die Liquidität der Banken zu sichern. Dies ist schon damals von den Frankfurter Bänkern als mutiger und feinfühliger Schritt gelobt worden.
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