
Um zu entscheiden, ob man als Mieter oder Wohnungseigentümer in der günstigeren Position ist, muss man zwei Kriterien beachten. Es stellt sich die Frage, zu welchen Bedingung der Eigentümer den Immobilienkredit aufgenommen hat und welche Summe durch das Mieten einer Wohnung angespart werden kann. Auf Grund der sinkenden Zinskonditionen gestaltet sich die Situation für Eigentümer zur Zeit günstig, wohingegen Mieter wegen der unruhigen Marktlage benachteiligt sind.
Obwohl Eigentümer zu Anfang der Finanzierung hohe Belastungen zu tragen haben, sind sie in einer vorteilhafteren Position, da der Mieter noch Zahlungen leistet, wenn der Kredit längst getilgt ist. Bei einem Immobilienkredit von 340.000€ mit einem effektivem Jahreszins von 5,7% und einer Laufzeit von 30 Jahren beläuft sich die monatliche Raten auf 1965€. Zusätzlich sind 167€ für Renovierungsarbeiten zurückzulegen, so dass insgesamt eine monatliche Belastung von 2132€ entsteht.
Der Mietpreis für ein vergleichbares Objekt liegt bei 1650€, wodurch der Mieter gegenüber dem Eigenheimfinanzierer 482€ monatlich spart und gewinnbringend anlegen kann. Nachteilig für den Mieter ist die jährliche Mietsteigerung, durch die das angesparte Kapital geschmälert wird. Diesem Effekt kann entgegengewirkt werden, wenn der Mieter eine höhere Rendite für die Sparbeiträge erhält. Desweiteren ist das Kapital verfügbar und nicht wie beim Eigentümer unzugänglich gebunden.
Desweiteren zu beachten ist, ob die Immobilie für den Altersruhestand geeignet ist. Oft stellt sie sich als zu groß für den Eigentümer heraus und verursacht viel Arbeit. Der Verkauf kann schwierig sein, so dass u.U. nicht die geleistete Investition zurück erlangt wird. Mieter sind im Vergleich dazu ungebundener.
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