
Durch die Senkung der Zinsen um 1,25% von Notenbankchef Bemanke wurden spektakuläre Ergebnisse erwartet. Doch entgegen den Vermutungen geschah nur sehr wenig. Grund dafür sind die langen Halbwertzeiten eines alten Zinssatzes.
Wird der Leitzins gesenkt, muss mit einer Umsatzdauer von etwa einem Jahr gerechnet werden, bevor auch der kleine Verbraucher davon profitieren kann. Wenn sich die Senkung durchgesetzt hat, wird das Geschäft der Banken erst einmal richtig angekurbelt. Die Verbraucher nutzen den günstigen Zinssatz für den Abschluss neuer Ratenkredite.
Doch wie hoch die Zinsen für einen Verbraucherkredit tatsächlich sind, ist von mehreren Faktoren abhängig. Die Kreditwürdigkeit ist beispielsweise oft ausschlaggebend, ob die Bank einen hohen oder niedrigen Zinssatz fordert. Für Bestands-Kredite gibt es in der Regel überhaupt keine Zinssenkung. Die Kunden müssen ihren Zinssatz genauso weiter zahlen, wie es tariflich festgehalten wurde.
Allgemein konnten Banken feststellen, dass eine Zinssenkung auch als psychologische Werbemaßnahme gesehen werden kann. Die Kunden möchten die finanziellen Einsparungen von der Zinssenkung möglichst schnell für sich nutzen, daher werden vermehrt Kredite abgeschlossen. Doch auch der umgekehrte Effekt ist möglich. Eine zu starke Absenkung der Zinsen, löst bei den Verbrauchern oftmals Sorge aus, da die Bank auch vor finanziellen Schwierigkeiten stehen könnte und deshalb solche Maßnahmen ergreift.
Quelle: Zeit
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