
Der Verkauf von Immobilienkrediten an Finanzinvestoren war in der letzten Zeit häufig im Gespräch. Für die Hausbauer gibt es jetzt Hoffnung. Die Beauftragten von CDU und SPD haben sich auf einen Kompromiss zum Schutz der Kreditnehmer geeinigt.
Die größte Neuerung soll sein, dass die Bank dem Kreditnehmer vor Vertragsabschluss mitteilen muss, wenn die Möglichkeit des Kreditverkaufs besteht. Die Banken sollen dem Kreditnehmer die Möglichkeit geben, einen Kredit aufzunehmen, der vom Verkauf ausgeschlossen ist. Zwar muss der Kreditnehmer dann mit höheren Zinsen rechnen, kann sich aber dafür auf den Verbleib des Kredits bei der Bank verlassen.
Die Banken verkaufen die Kredite, um die eigenen Bilanzen nicht zu belasten. Gerade solche Kredite, die vom Nehmer nicht mehr gezahlt werden können, landen zuerst beim Finanzinvestor. Da der Verkauf jedoch paketeweise stattfindet, kann es auch einen Kreditnehmer treffen, der seine Rate immer pünktlich gezahlt hat.
Die Finanzinvestoren haben kein Interesse an Verhandlungen mit dem Kunden. Den Firmen geht es einzig um den Gewinn, der aus der eingetragenen Grundschuld gewonnen werden kann. Das Problem hierbei ist, dass der Finanzinvestor auch bei einem stets pünktlich gezahlten Kredit auf die Grundschuld zurückgreifen kann.
Innerhalb der nächsten Wochen sollen die Gesetzentwürfe der Politiker verabschiedet werden. Für den Verbraucher ist die baldige Umsetzung wünschenswert, da immer mehr Immobilienkredite vom Verkauf an einen Investor betroffen sind.
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