
Im ersten Teil der Tricks zur Immobilienfinanzierung ist zu lesen, wie man durch Festlegung eines Cap-Kredits einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Zinssicherheit und Zinsersparnis erzielt. Da für ein Cap-Kredit eine Prämie zu zahlen ist, lohnt sich diese Art der Finanzierung nicht immer.
Es gibt aber noch ein weiteres Mittel, diese Höhe dieser Prämie nach unten zu korrigieren: durch einen Floor-Kredit.
Prinzipiell ist ein Floor-Kredit die exakte Umkehrung des Cap-Kredits. Hier legt man eine Zins-Untergrenze fest. Fällt der vereinbarte Marktzinssatz (genannt EURIBOR) zu einem bestimmten Termin unter diesen Floor, so muss man als Kreditnehmer an die Bank Ausgleichszahlungen vornehmen. Der Floor-Kredit dient also dem Kreditgeber dazu, sich vor zu großen Zinsverlusten abzusichern. Er berechnet sich wie folgt:
Nennwert * (Zinsuntergrenze – EURIBOR) * Tage Zinsperiode / 360
Welcher Nutzen hat nun aber der Floor-Kredit für den Kreditnehmer? Ganz einfach: so wie man eine Cap-Prämie bezahlen muss, so wird von dem Darlehensgeber eine Floor-Prämie ausgezahlt, die aber geringer ausfällt.
Dennoch kann man auf diese Weise den Kauf eines Caps durch den Verkauf von Floors gegenfinanzieren. Man hat dann also gleichzeitig für die Zinsen einen Korridor mit Ober- und Untergrenzen eingerichtet. Auf dem Finanzmarkt wird dies ein Collar (engl. = Kragen) genannt.
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