
In Deutschland gibt es über 1000 verschiedene Angebote für Kreditkarten. Um ihre Kreditkarten unter das Volk zu bringen, lassen sich die Geldinstitute so einiges einfallen. So erhält der Kreditkartenkunde der Postbank eine kostenlose Einkaufsversicherung, welche fast alle Einkäufe gegen Beschädigung, Raub und Diebstahl ab einen Warenwert von 50 Euro für 30 Tage absichert.
Die Deutsche Bank bietet ihren Kunden hingegen eine Prägung ihres persönlichen Lieblingsfotos an. Da hat der Kunde die Qual der Wahl, sich das richtige von 1000 Kreditkarten-Angeboten rauszusuchen.
Die Anbieter, von Mastercard, VISA und Co. müssen sich dank des intensiven Wettbewerbs immer neue Varianten einfallen lassen, was teilweise bei den Kosten einen erheblichen Unterschied macht. Mit einem Kreditkartenvergleich können die Kunden dadurch profitieren. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass die Karte den persönlichen Bedürfnissen gerecht wird. Besonders bei Karten ohne Jahresgebühren gibt es oft versteckte Kosten, die mit Einberechnet werden sollten.
Die besten Kreditkarten
Die Zeitschrift Finanztest kürte die Karstadt-Mastercard letztes Jahr zum Testsieger. Sie setzte sich gegen 40 andere Kreditkarten durch. Die KarstadtQuelle Bank bietet die Mastercard gebührenfrei an, dem Kunden winken 500 Euro Guthaben und Zinsen, und sie ist nicht an ein Girokonto des Anbieters gebunden. Genau so gut sind die Angebote der ING-DiBa, DKB Bank und die PSD Bank, nur dass die Karten ein Girokonto im eigenen Haus bedingen.
“Den Verbrauchern muss außerdem bewusst sein”, sagt Uwe Döhler von Finanztest, “dass nicht jeder die günstigen Angebote bekommt.” Der potenzielle Kunde wird bei jedem Kreditkarten- oder Girokontoantrag auf Bonität geprüft. In der Regel gilt: Um so attraktiver das Angebot, um so höher sind auch die jeweiligen Anforderungen an die Bonität der Kunden.
Auf versteckte Kosten achten
Der Finanzproduktexperte rät auch: “Man sollte unbedingt darauf achten, was das Abheben am Automaten kostet. Das ist häufig bei Kreditkarten sehr teuer.” Beispielsweise kostet es 2,5 Prozent des Auszahlungsbetrages, jedoch mindestens 7,11 Euro bei der Karstadt-Mastercard. Konkurrenzangebote liegen mit fünf bis sechs Euro, nach dem aktuellen Vergleich der Welt am Sonntag, deutlich darunter. Darum sollten Verbraucher nicht nur auf die Jahresgebühr achten. Auch eine Überziehung der Kreditkarten sollte man tunlichst vermeiden, da hier hohe Zinsen anfallen.
Da Kreditkarten in der Regel gerade außerhalb des Europäischen Raumes häufiger zum Bezahlen als zum Bargeld abheben genutzt werden, sind die für den Einsatz entstehenden Kosten ein wichtiges Kriterium. So verlangen, laut “Welt” die ING-Diba und PSD Bank Nord mit einem Prozent des Umsatzes den niedrigsten Betrag.
Die verschiedenen Arten der Abrechnung
Dennoch liegt die Kostenfalle nicht bei den Gebühren am Automaten oder an der Kasse, vielmehr sind es die verschiedensten Abrechnungsvarianten. Hier unterscheiden die Banken zwischen Charge, Debit und Credit-Cards. Während die Credit-Card wie eine echte Kreditkarte funktioniert, der Kunde leiht sich dabei tatsächlich Geld von seinem Institut und zahlt dieses in monatlichen Raten zurück. Wird bei der Charge-Card der offene Betrag einmal im Monat in Rechnung gestellt, wobei aber keine Kreditzinsen anfallen. Nach dem Prinzip der EC-Karte hingegen funktionieren die Debit-Karten, die Umsätze werden sofort vom Konto abgebucht. Eine weiteres Angebot, von dem Verbraucherschützer aber abraten, sind Karten mit sogenannten Revolving Credits. Diese bieten die Möglichkeit zur Teilrückzahlung.
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