28.04.2008 – 12:33
Autor: Kredit News

Im Umfeld der Immobilienkrise wurde am meisten bemängelt, dass die Regelung der Hypothekenvergabe nicht genügend reguliert war. Das hatte Auswirkungen auf die Geringverdiener, die sich den Traum von Eigenheim erfüllen wollten, denn ihnen wurden zu schnell Kredite vergeben.

Es gibt noch weitere Gründe, wie betrügerische Angaben von “Kreditpakten”, internationale Verflechtungen sowie das strukturelle Versagen der Rating-Agenturen. Allerdings wurde weniger beachtet, dass Banken schnell möglichst viel an Geld eintreiben. Dies führt in manchen Stadtvierteln zu einer richtigen Verslummung wie in den USA, die diese Zustände seit der Zeit Reagans nicht mehr kannte.

Ursache sind Zwangsräumungen und bei den Hausbesitzern, die umziehen und den Banken ihre Schlüssel übergeben. Dieser Vorgang wird laut Telepolis-Beitrag als “Walk Away” bezeichnet. Für den Besitzer lohnt sich dies aber nur, wenn er eine geringe Eigeninvestition getätigt hatte und ein großer Wertverlust besteht.

“Walk Away” kommt sehr oft bei amerikanischen Eigenheimbesitzern vor. Der schlimmste Nachteil dieses Vorgehens sind Auswirkungen des Investors auf seine Kreditwürdigkeit, den so genannten “Credit Score”. Inwieweit der Schuldner Probleme bekommt ist unterschiedlich, meistens hält es sich im Rahmen. Die Zahlung der Hypothekenschulden macht natürlich denjenigen am meisten zu schaffen, die über geringe finanzielle Mittel verfügen. Folglich wird der Credit Score negativ beeinflusst.

Wenn letztes Jahr eine Bank eine Immobilie unterhalb der Hypothekenschulden verkaufte, so musste der Schuldner die Differenz versteuern. Durch ein neues Gesetz (“Mortgage Forgiveness Debt Relief Act”) ist dies geändert. Das “Credit Bureau” (Experian) meldete, dass die Verbraucher zuerst Kreditkarten-Zahlungen begleichen, bevor sie die Hypothekenzahlungen tilgen.


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