
Nicht nur die die ein Eigenheim planen, sondern auch diejenigen, die schon ein Eigenheim besitzen, sollten sich über ihre Eigenheimfinanzierung Gedanken machen. Denn in der Regel vereinbaren Käufer und Bauherren feste Zinsen mit ihrer Bank. Diese laufen meist zehn bis fünfzehn Jahre und müssen im Anschluss neu vereinbart werden.
Durch das schleppende Neukundengeschäft für Immobilienkredite, sind diese Anschlussfinanzierer ins Visier der Banken und Bausparkassen gerutscht.
Wer also nach Ablauf der Zinsfestschreibung nicht vergleicht, sondern einfach wieder bei seiner bisherigen Bank die Anschlussfinanzierung abschließt, verliert nachlässig Geld. Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen sagt „3 von 4 Baufinanzierern verschenken die Möglichkeit auf eine günstigere Finanzierung.“ Nur weil eine Bank beim Finanzierungsabschluss die günstigste war, muss sie das nach zehn oder fünfzehn Jahren nicht auch noch sein. So verschenken Eigenheimer nicht nur bares Geld, sondern auch die Möglichkeit bei gleicher monatlicher Belastung den Immobilienkredit schneller abzuzahlen.
„Das Jahr 2008 wird das Jahr der Anschlussdarlehen“ prophezeit Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Die Banken reißen sich aus mehreren Gründen um diese Kundschaft. So haben die Kreditnehmer schon zehn oder mehr Jahre bedient und damit ihre Bonität unter Beweis gestellt. Gleichzeitig stellen die Anschlussfinanzierer ein geringeres Risiko für die Banken dar, da schon ein erheblicher Teil des Kredites getilgt wurde.
Nur wer jetzt glaubt, die Hausbanken würden grundsätzlich bessere Konditionen anbieten, der liegt falsch. Häufig erhalten Bestandskunden schlechtere Konditionen als Neukunden. „Einem Kunden bot die finanzierende Bank tatsächlich einen Anschlusszins von 7,3 Prozent für weitere zehn Jahre an,“ sagt Ulrich Otto von der ING DiBa dem Focus. Damit lag die Bank zwei bis drei Prozentpunkte über dem was Neukunden bekommen.
Wer also nicht wartet, bis die eigene Bank wenige Wochen vor Ablauf der Zinsbindung ein Angebot abgibt, sondern Rechtzeitig einen Zins-Check macht. Steht so in einer guten Verhandlungsposition gegenüber der finanzierenden Bank. Arno Gottschalk rät, „Bereits zwei bis drei Jahre vor Ablauf der Zinsbindungsfrist sollten Kunden Angebote vergleichen.“ Jedoch spätestens ein halbes Jahr vor Fristablauf.
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