
Die Finanzkrise könnte laut BerlinKontor-GiNN bald beendet sein. So jedenfalls meint der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Josef Ackermann.
Zentralbanken richtig reagiert
Wegen anfänglicher Koordinierungsprobleme haben die Zentralbanken entsprechend richtig reagiert und zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Wegen der Konzentration von US-Notenbank und der Wirtschaftspolitik wird sich der US-Immobilienmarkt wieder beruhigen. In den USA kommt es eher zu einer Verlangsamung des Wachstums statt zu einer Rezession. Das ist zumindest die Äußerung Ackermanns.
Durch die internationale Ausbreitung sowie dem Trend, dass Kredite an den Finanzmärkten weiter verkauft werden, ist das gesamte Banksystem instabil geworden.
Wacklige Ruhe
Momentan ist es noch zu früh, um Genaues zu sagen, allerdings wird sich dies im laufenden Jahr ändern, und der US-Immobilienmarkt erhole sich dann wieder. Jetzt sind Ruhe und Stabilität angesagt, betont der Vorsitzende. Es bestehe aber die Gefahr, dass ein großer Hedge-Fonds oder überraschender Einbruch der Realwirtschaft die Krise wieder in Gang setzen könnte.
Obwohl die Deutsche Bank hohe Verluste hinnehmen musste, wird sich der Bereich Investment-Banking weiterhin ausbreiten. Vor allem nach USA, da dort nach wie vor die weltgrößte Volkswirtschaft besteht.
Die Bank erzielt dort 20% der Erträge. Wie weiterhin von Ackermann bekannt wurde, will er auch beim Privatkundengeschäft Zukäufe tätigen, und zudem hat er reges Interesse an der Postbank. Allerdings muss eine Übernahme sinnvoll sein, betont er.
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