04.09.2008 – 23:58
Autor: Kredit News

Es ist die größte Bankenfusion, die es in Deutschland jemals gegeben hat. Die Commerzbank hat die Dresdner Bank für einen Preis von 9,8 Milliarden Euro übernommen.

Experten gehen nun davon aus, dass der Preisverfall auf dem Finanzsektor weiter beschleunigt wird. Durch die Übernahme der Dresdner Bank hat die Commerzbank nun einen Anteil von acht Prozent und kommt damit auf 12 Millionen Privatkunden. Damit soll die Vormachtstellung der Sparkassen angegriffen werden, denn zwei Drittel der Deutschen haben ihre Konten bei den Sparkassen bzw. bei den Volks- und Raiffeisenbanken.

Andere Banken werden auf die Fusion reagieren müssen, und günstigere Angebote zur Verfügung stellen. Nutznießer ist der Verbraucher, dem der Wettstreit unter den Konkurrenten entgegen kommen dürfte. Allerdings gibt es kritische Stimmen zur Fusion der beiden Banken. Der Bankexperte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ist gegen die Fusion und befürchtet, dass viele Filialen geschlossen werden und der Verbraucher eine reduzierte Produktauswahl hinnehmen muss. “Wir brauchen diesen Zusammenschluss der beiden Banken nicht”, war in einem Interview zu hören.

Sicherlich ist diese Prognose nicht ganz unbegründet. In vielen Städten und Ortschaften liegen beide Banken nur wenige Meter auseinander. Das bedeutet natürlich, dass Filialen geschlossen und Berater zusammengezogen werden und schließlich erheblich abgebaut werden.

Zunächst dürfte aber interessant sein, ob der Zusammenschluss der Commerzbank mit der Dresdner Bank reibungslos vonstatten geht. Denn große Herausforderungen entstehen durch die neuen IT-Systeme. Und der Vertriebspartner Allianz dürfte für die Commerzbank noch Neuland sein.


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