
Die SPD soll nach Zeitungsberichten, u.a. dem der Financial Times, einen unkonventionellen Vorstoß machen. Sie will den Bürgern durch einen Kredit den Kauf von umweltfreundlichen Autos möglich machen. Wie der “Tagesspiegel” berichtet, will die Parteiführung auf ihrer Klausur am Wochenende einen dementsprechenden Vorschlag auf den Weg bringen. Dabei beruft sich der “Tagesspiegel” auf Ludwig Stiegler, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Die Beratungen sollen am Sonntag beginnen.
Nutznießer sollen Arbeitnehmer sein, deren Lohn und Gehalt niedrig ausfällt. Gerade diese Zielgruppe ist es, die noch mit alten “Dreckschleudern” herumfährt, weil das Geld für ein neues Auto fehlt. Diese zinsgünstigen Darlehen sollen über die KfW-Bank vergeben werden, mit der das Programm abgesprochen sei, so Stiegler. Allerdings muss erst noch geprüft werden, ob das Modell finanzierbar ist. Funktionieren soll das Programm wie bei der Sanierung von Wohnungen. Dabei haben Hausbesitzer die Möglichkeit, einen billigen Kredit zu bekommen, damit die Wohnungen mit besseren Wärmedämmungen verbessert werden.
Es darf gespannt darauf gewartet werden, ob sich das Programm durchsetzen kann und von den Bürgern angenommen wird. Nicht jeder wird sich gerne von seiner alten “Dreckschleuder” trennen wollen, nur weil er ein vergünstigtes Darlehen vom Staat erhält. Und ob die Rechnung aufgeht und die KfW-Bank ihre Zustimmung gibt, ist noch nicht gesichert.
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