Der Konkurrenzkampf im Bereich von privaten Baufinanzierungen ist groß. Da eine gewisse Rückläufigkeit zu verzeichnen ist, kommen immer mehr Kreditinstitute auf neue Möglichkeiten zur Finanzierung. Ziel ist es, die Mitbewerber hinter sich zu lassen und neue Kunden zu gewinnen.

Was schon einmal vor Jahren und heute laut Bericht im Ansahl-Blog wieder gerne angeboten wird, sind Versicherungsdarlehen. Dies ist eine besondere Art der Finanzierung, denn der Verbraucher muss nicht nur ein Immobiliendarlehen aufnehmen, sondern auch eine Lebensversicherung abschließen. Diese gibt es in Verbindung mit dem Immobiliendarlehen. Im Klartext heißt das, dass der Kreditnehmer keine Leistung für die Tilgung erbringt. Er bezahlt lediglich Zinsen an den Kreditgeber. Der eigentliche Betrag zur Tilgung wird in die Lebensversicherung eingezahlt.

Allerdings sollte sich der Verbraucher nicht blenden lassen. Die Anbieter werben gerne damit, dass mit diesem Modell eine attraktive Rendite erzielt werden kann. Doch das trifft nicht immer zu, denn die Anbieter wollen grundsätzlich hohe Prämien kassieren. Denn bei diesem Modell verdienen sie gleich doppelt, beim Versicherungsdarlehen und bei der Versicherung. Wer sich auf solch ein Rechenexempel einlässt, zahlt in der Regel drauf.

Ein Aspekt gegen dieses Versicherungsdarlehen ist, dass die versprochene Verzinsung nicht garantiert ist. Außerdem kommen noch Bearbeitungs- und Abschlussgebühren hinzu, was diese Finanzierungslösung unattraktiv macht. Wer trotzdem diese Art des Immobiliendarlehens für sich in Anspruch nehmen möchte, der sollte sich vorher genau informieren, ob sich dieser Abschluss letztendlich lohnt und ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, seinen Wunsch von den eigenen vier Wänden zu finanzieren.

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