
Auch die deutschen Banken leiden unter der Finanzkrise. Das bedeutet laut Welt eine Verteuerung der Kredite, auf die sich nun die Verbraucher einstellen müssen. Als die Kunden in den vergangenen Wochen die Namen “Freddie Mac” oder “Fanny Mae” in der Presse hörten, dachten sicher viele an Komikfiguren. Dass es sich hierbei um die zwei größten Hypothekenbanken aus den USA handelte, die in aller letzter Sekunde vor der Pleite gerettet worden sind, ahnte damals noch keiner.
Dabei genossen beide Banken in der Vergangenheit sehr großes Vertrauen. Und der amerikanische Staat stand hinter ihnen. Deshalb konnten sie günstige Konditionen für zinsgünstige Kredite aushandeln und an den Verbraucher weitergeben. Doch damit ist es vorerst vorbei.
Was geht uns das in Deutschland an, wird sich mancher sicher jetzt fragen? Die Erklärung ist eigentlich recht einfach. Wie in den USA auch müssen sich die hiesigen Banken bei Investoren Geld ausleihen. Und wie jede Privatperson auch, müssen sie dafür Zinsen bezahlen, die möglichst niedrig sein sollten.
Auf der Gegenseite stehen die Immobilienkäufer, die zur Zeit für einen Immobilienkredit 4,7 Prozent Zinsen bezahlen müssen. Damit die Banken auch noch Gewinne erwirtschaften, darf der Zinssatz nur unter den 4,7 Prozent liegen. Und darin besteht das Problem. Auf lange Sicht gesehen werden die Gewinnmargen von zur Zeit 0,6 Prozent nicht ausreichen.
Das hat zur Folge, dass die Banken ihrerseits die Zinsen für Kredite an Privatpersonen erhöhen müssen, sonst können sie nicht überleben. Und dies wird in naher Zukunft geschehen.
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