09.01.2009 – 21:43
Autor: Kredit News


Gerade in Krisenzeiten gab und gibt es nichts, was mehr Sicherheit verspricht als Wohneigentum. Ein Arbeitsplatz kann gekündigt werden, Geldanlagen werden unsicherer, doch die eigenen vier Wände bleiben. Immobilienexperten sind aber laut Allgemeine Zeitung der Ansicht: Die Deutschen kaufen ihre Häuser zu spät.

Das Motto solle daher eher lauten: so jung wie möglich mit der Baufinanzierung und dem Kauf von Wohneigentum beginnen. Denn je früher man in der eigenen Immobilie sitzt, desto früher hat man einen solideren und sichereren Wert als Geld es sein kann.

Jung anfangen, dann „Hochkaufen“
Möchte man sich absichern, so sollte man allerdings mit bescheidenem Wohneigentum, etwa einer Eigentumswohnung, beginnen und sich dann im Laufe seines Lebens „Hochkaufen“, so die Zeitung.

Bisher wird jedoch gerade in Deutschland anders vorgegangen: Hier spart man sich zunächst einen gewissen Eigenanteil zusammen und kauft oder baut sich meist „das eine“ Haus, in dem man bis zum Ende seines Lebens wohnt. So wichtig dabei der ausreichende Anteil an Eigenkapital ist: Diese Methode hat den wesentlichen Nachteil, dass man viel zu spät im Leben in das sichere Eigenheim gelangt.

Arbeitet man sich dagegen über mehrere Stufen in sein Traumhaus voran, so stellt gewissermaßen die kleinere Immobilie bereits das Eigenkapital für das nächste Wohnprojekt dar, und man kommt dennoch früher in den Genuss des Wohneigentums.

Kleinere Immobilienkredite günstiger
Hinzu kommt, dass bei angemessen dimensionierten Immobilienfinanzierungen auch der Immobilienkredit günstiger wird, da man eine kürzere Laufzeit und/oder eine kleinere Kreditsumme wählt.

Das soll ein Vergleich beim Testsieger der Stiftung Warentest für Hypothekendarlehen, creditweb, demonstrieren: einen Immobilienkredit wird bei einer Laufzeit von 5 Jahren schon zu einem effektiven Jahreszins ab 3,68% (bei der Debeka ab 3,39%) angeboten, eine Laufzeit von 30 Jahren gibt es dagegen ab 4,78% effektiv.

Fazit: Das vorgeschlagene Modell „Jung finanzieren, später Hochkaufen“ ist durchaus eine Betrachtung wert: Je früher man in seinem Wohneigentum sitzt, desto schneller ist man besser vor finanziellen Unruhen geschützt. Dies hindert einen jedoch nicht, sich im weiteren Verlauf seines Lebens schrittweise größere Immobilien zu leisten. Im Vergleich zur „Eine-Haus-Lösung“ verpasst man nichts und spart eventuell sogar Geld.


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