29.01.2009 – 13:30
Autor: Kredit News

Studenten laufen wegen ihres geringeren Nebenverdienstes, BAFöG-Geldes oder der häuslichen Unterstützung schneller Gefahr, sich in eine Situation zu bringen, in der das Geld sehr knapp wird. Einsparpotenzial bringt vor allem eine Umschuldung. Doch diese ist bei Studenten nicht so leicht zu bewerkstelligen, dennoch wollen wir sie im fünften Teil unserer Umschuldungs-Serie behandeln.

Der Vorteil einer Umschuldung liegt auf der Hand: Mit ihr kann man Geld sparen, ohne Einbußen befürchten zu müssen. Im Fall von Studenten dürfte eine dabei eine Kreditablösung in erster Linie den bisher genutzten Rahmen des Dispositionskredites auf dem Girokonto betreffen.

Wie bei Umschuldungen von Ratenkrediten untereinander sollte man auch hier nicht blindlings den Dispositionskredit ablösen. Folgende Überlegungen sollten vorher angestellt werden:

  • Für welchen Betrag im Monatsmittel zahle ich den Dispositionskredit?
  • Wie hoch ist mein aktueller Dispo-Zinssatz, wie die voraussichtliche Entwicklung?
  • Bekomme ich wirklich den niedrigsten effektiven Jahreszinssatz, mit dem der angestrebte Studentenkredit beworben wird?

Es gilt hier also genaues Abwägen. Wie in allen anderen Fällen gibt es also auch für einen Studenten keinen universell gültigen Tipp, es kommt auf den Einzelfall, die Höhe der monatlichen Einnahmen und auf den Laufzeit des Kredites an.

Welche Kredite für Studenten gibt es?

Die bei herkömmlichen Banken verfügbaren Studentenkredite sind in den letzten Monaten sehr rar geworden. Eines der wenigen Angebote stammt derzeit von der Citibank. Sie wirbt mit einem effektiven Jahreszins ab derzeit 3,99% (Stand 29.01.2009).

Da es sich hierbei um einen bonitätsabhängigen Zinssatz handelt, wird der wirkliche Ratenzins aber erst nach Eingabe der persönlichen Einnahmen und Ausgaben berechnet. Daher empfiehlt es sich, zunächst einen Kreditantrag online zu stellen, bis eine vorläufige Sofortzusage vorliegt. Mit dieser verpflichtet man sich noch nicht zum Abschluss des Kredites, hat aber eventuell den eigenen Zinssatz vorliegen und kann dann entscheiden, ob eine Umschuldung lohnenswert ist.

Ex-Studenten: BAFöG ablösen und Geld sparen

Nach Abschluss des Studiums ergibt sich noch eine ganz andere Möglichkeit des Sparens, wenn man bis dahin BAFöG-Mittel erhalten hat. Tilgt man diese Summe nach Ende des Studiums ganz oder teilweise vorzeitig, so wird einem je nach Höhe der Ablösungsbetrags 8 bis 50,5 Prozent der Gesamtbetrags erlassen (Quelle: Verein für soziales Leben e.V.).

Hat man also gleich nach Studienende ein regelmäßiges Einkommen, so lohnt sich das Rechenexempel, ob man durch einen günstigen Kredit nicht das BAFöG ablöst, da der erlassene Betrag deutlich höher sein kann als die Verzinsung über die Restsumme.

Beispiel: Der angeforderte Gesamtbetrag von BAFöG während des Studiums beläuft sich auf 10.000 Euro. Zahlt man sofort zurück, sind nur noch 7.710,12 Euro fällig. Bei CreditPlus würde ein Kredit über diesen Betrag bei einer Laufzeit von 36 Monaten und einem effektiven Jahreszins ab 5,99 Prozent insgesamt 8.422,92 Euro kosten. Damit hätte man immer noch 1.577,08 Euro gespart.

Weitere Informationen sind Sie in unserer Sektion zur Studienfinanzierung als Quick Guides zusammengestellt.


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