09.04.2009 – 12:18
Autor: Kredit News

Eine eigene Immobilie ist die beste Altersvorsorge, so wird es stets gesagt. Diese Aussage hat auch nach wie vor Gültigkeit. Oft ist es aber so, dass man im Rentenalter auch liquides Kapital, sprich: Geld braucht. Wie kann man sich als Hauseigentümer Geld beschaffen?

Meist ist es so, dass das eigene Haus im Alter viel zu groß ist, da viele Familienmitglieder mittlerweile ausgezogen sind. Damit sitzt man zwar in einer abgezahlten Immobilie mit entsprechendem Wert, kann diesen aber nicht für sein tägliches Leben nutzen. Wer aber neben seiner Rente noch zusätzlichen Geldeingang auf seinem Konto sehen möchte, der kann sich jetzt einer Methode bedienen, die in Deutschland noch recht wenig verbreitet ist, aber bereits von einzelnen Banken angeboten wird.

Immobilienrente als “umgekehrtes Darlehen
Gemeint ist hier das Prinzip des umgekehrten Darlehens. Die Rückzahlung dieses “reverse mortgage” funktioniert dabei etwas anders als bei herkömmlichen Krediten. Normalerweise beginnt man direkt nach der Auszahlung der Kreditsumme mit den Raten, die neben der Verzinsung auch die Tilgung beinhaltet. Die Rückzahlung geschieht also vom ersten Moment an.

Bei der Immobilienrente wird von der Bank ein Kredit gewährt, wobei das Haus als Sicherheit eingesetzt wird. Der Betrag wird dann in Teilsummen monatlich ausgezahlt, als Sicherheit jedoch ist die Höhe des Darlehens etwas niedriger als der Marktwert des Hauses. Die Rückzahlung wird erst dann fällig, wenn entweder die letzte Rate gezahlt wurde, der Hauseigentümer stirbt oder wenn das Haus verkauft wird. Der Unterschied ist also, dass nicht die gesamte Darlehenssumme via Tilgung abgebaut wird, sondern sich mit fortschreitender Dauer im Laufe der Auszahlungszeit erhöht.

Die Immobilienrente wird bisher nur von einigen Banken angeboten. Es lohnt sich hier eine Nachfrage bei den Anbietern, die bekannt für Baufinanzierungen sind, etwa bei der Debeka.

Andere Möglichkeiten der Geldbeschaffung
Als Hauseigentümer hat man natürlich auch noch andere Möglichkeiten, sich flüssiges Kapital zu beschaffen. Beispielsweise kann man bis zur Hälfte seines Hauses als Sicherheit einsetzen, um sich einen Kredit zu beschaffen. Hierfür bezahlt man dann monatlich Zinsen und eventuell noch eine geringe Tilgung. Dabei kann man weiterhin im eigenen Haus wohnen, ohne die Miete zu bezahlen, für die Erben bleibt dann aber meist kaum etwas übrig. Andererseits können diese wiederum selbst entscheiden, ob sie den Kredit ablösen möchten oder nicht.

Eine für Erben wesentlich freundlichere Lösung ist die Vermietung des eigenen Wohnhauses, während man selbst Mieter einer kleineren Wohnung wird. Der finanzielle Gewinn ist dann die Spanne zwischen eigener Miete und den Mieteinnahmen aus der eigenen Immobilie. In diesem Fall bleibt den Erben der gesamte Wert des Hauses erhalten.

Ein Mittelweg, der finanziell günstig, aber mit hohem Aufwand verbunden ist, ist der Verkauf des eigenen Hauses und der Kauf einer kleineren Immobilie wie etwa einer Eigentumswohnung. Die Gewinnspanne kann man bei der Bank anlegen, etwa in Tagesgeld, und sich monatlich auszahlen lassen. Dadurch gibt man zwar häufig seine gewohnte Umgebung auf, wohnt aber weiterhin in seinem Eigentum, und die Erben bekommen auch noch einen ansehnlichen Restwert.


  1. 3 Responses to “Immobilienrente – Wie man im Alter zu Geld kommt”

  2. Die Debeka ist eine Versicherer und eine Bausparkasse. Eine Immobilienrente bzw. ein echtes Umkehrdarlehen als Einmalauszahlung oder Zeitrente bietet derzeit bundesweit nur die ImmoKasse GmbH aus Grünwald an.

    By Inga Oldewurtel on Apr 14, 2009

  3. Und so kommt man wirklich schnell an Geld?

    By Jan on Dec 18, 2009

  1. 1 Trackback(s)

  2. May 27, 2009: Die Kapitaleinkünfte steigern « gael

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