24.02.2011 – 10:02
Autor: Kredit News

Der Februar neigt sich seinem Ende, doch die Bilanz der sich mit Konsumkredite befassenden, echten News des Monats ist mau wie selten zuvor. Doch diesbezüglich gilt: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. News werden vielleicht früher kommen als erwartet, und alles deutet darauf hin, dass die Verbraucher wenig Grund zur Freude haben werden. Denn es sieht sehr danach aus, dass die Zinsen bald steigen werden.

Kaum Veränderungen bei den Konsumkrediten
So unruhig die letzten Wochen auch politisch und wirtschaftlich waren und weiterhin sind, so ruhig war es an der Front der Verbraucherkredite. Zwei allerdings beachtliche Zinssenkungen, zunächst bei der UniCredit (HypoVereinsbank) und wenig später bei der Creditplus, eine kleine Zinserhöhung beim Kredit der comdirect- das war es schon. Ein paar Nebengeräusche noch durch neu angebotene, erhöhte oder verlängerte Prämienangebote- alle Neuigkeiten über Veränderungen bei Verbraucherkrediten passen in diesem Monat tatsächlich in wenige Zeilen.

Unser Kredit Vergleich zeigt seit geraumer Zeit mit Ausnahme der erwähnten Veränderungen ein sehr konstantes Bild, und wer noch Kreditbedarf hat, sollte nicht nur noch einmal hinschauen auf die derzeit fast unerhört günstigen Angebote, allen voran der Sofortkredit der Creditplus, sondern sich bald einen der günstigen Kredite sichern.

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Deutliche Anzeichen für Zinserhöhungen
Denn alle Zeichen deuten auf Zinserhöhungen. Es bedarf weder eines überdurchschnittlich ausgeprägten ökonomischen Sachverstandes noch sehr tiefgehender Analysen, um zu erkennen, dass es für die Zinsen nur eine Richtung geben kann. Auch Wirtschaftsdaten aus USA, China oder Japan müssen nicht in die Analyse einbezogen werden- unabhängig davon, dass uns in der globalen Welt natürlich alle dort vorgehenden Geschehnisse in der einen oder anderen Art etwas angehen. Manchmal muss nicht einmal über die Tischkante hinaus gesehen werden, sondern es reicht ein Blick auf die andere Seite, die Anlageseite, um Zeichen der Zeit zu erkennen:

Denn vom Passivgeschäft der Banken gäbe es, sollte an dieser Stelle nicht ein Kredit interessiertes Publikum angesprochen werden, viel zu berichten: Zahlreiche verbesserte Tagesgeldangebote, neue, äußerst attraktive Festgeldangebote und fast täglich neu verkündete Zinserhöhungen für irgendein Anlageprodukt sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die Banken mit steigenden Zinsen rechnen. Wer es ein wenig fundierter hören oder lesen möchte, muss sich nur mit den am 18.2.2011 geäußerten Verlautbarungen von Lorenzo Bini Smagi, Mitglied des Direktorium der EZB, der am vergangenen Monat Abend bekannt gewordene Rede des EZB Chef-Volkswirts Jürgen Stark oder dem am vergangenen Dienstag von EZB-Ratsmitglied Yves Mersch gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg gegebenen Hinweis auf gegenwärtige Inflationsrisiken befassen:

Bereits ansteigende EURIBOR-Sätze
Die Inflationswarnungen aus Richtung der EZB nehmen an Schärfe zu, daraus resultierende Zinserwartungen haben nach einem aktuellen Bericht der FAZ die EURIBOR-Renditen deutlich hochgetrieben. Aus den Terminkontrakten der Banken ist, wie ebenfalls die Finanzexperten der FAZ festgestellt haben, zu erkennen, dass die Banken im Laufe des Jahres mit einer in zwei oder drei Schritten möglichen Anhebung des Leitzinssatzes auf 1,75 Prozent rechnen.

Spätestens dann dürften die derzeit sehr attraktiven Zinsofferten diverser Banken, die unser Kredit-Vergleich noch ausweist, wahrscheinlich für viele Jahre der Vergangenheit angehören.


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