08.09.2011 – 13:00
Autor: Kredit News

Wie alle drei Monate richtet sich der Blick der Finanz- und Wirtschaftsexperten heute nach Frankfurt, denn dort findet die regemäßige Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank statt. Erwartet wird die Erhaltung der Leitzinsen bei weiterhin 1,5 Prozent. Einerseits könnte das eine vernünftige Reaktion auf die derzeit unübersichtliche Lage an den Finanzmärkten sein, doch andererseits liegt die Frage nahe, ob diese Untätigkeit nicht auf schlichtes Unvermögen zurückzuführen ist.

Von steigenden Leitzinsen zu günstigen Krediten
Betrachtet man die letzten drei Monate, ist es schon eine erstaunliche Entwicklung, die sowohl die Wirtschaft als auch die Finanzmärkte genommen haben. Noch im Juli waren aufgrund der stabilen Nachfrage steigende Leitzinsen erwartet worden, die die hitzige Konjunktur mit Hilfe zunehmender Kreditkosten abkühlen sollten. Doch kurz darauf kursierten erste Gerüchte von sinkenden Absatzzahlen in einigen Branchen. Hinzu kamen täglich neue Nachrichten aus Griechenland, Portugal, Spanien und Italien, die unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen wollen.

Die schlechten Nachrichten aus der Finanz- und Wirtschaftswelt gipfelten in mehreren Kursstürzen an den weltweiten Börsen, die Erinnerungen an die Finanz- und Bankenkrise von 2008 wecken. Und schließlich erteilte das Bundesverfassungsgericht nun auch noch die verfassungsrechtliche Freigabe für die Unterstützung diverser Euro-Staaten mit finanziellen Problemen. Von einer hitzigen Konjunktur mit nachfolgender Inflation ist heute keine Rede mehr, die Angst vor der nächsten Finanzkrise ist dafür umso präsenter. So ist es verständlich, dass die Reaktion der EZB mit Spannung erwartet wird. Folgt man der Meinung der Experten, bleiben die Leitzinsen weiterhin stabil. Doch handelt die Notenbank tatsächlich besonnen und mit Augenmaß, oder ist es das schlichte Unvermögen, die wirtschaftlichen Aussichten fundiert zu beurteilen?

Unveränderte Leitzinsen können Wirtschaft unterstützen
Weiterhin stabile Leitzinsen könnten die Turbulenzen an den Börsen und den globalen Märkten wieder etwas beruhigen. Sie könnten für eine anhaltende Nachfrage nach Krediten sorgen, von denen vor allem der beliebte und schnelle Online-Kredit profitieren würde. Insgesamt könnten sie die etwas abflauende Nachfrage wieder anstoßen, die auch durch den Online-Kredit unterstützt wird. Deshalb bleibt zu hoffen, dass man in Frankfurt wirklich mit Besonnenheit vorgeht und dass die mangelnde Reaktion nicht dem Unvermögen geschuldet ist, die wirtschaftliche Situation umfassend zu beurteilen.


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