Die Stiftung Warentest hat die Konditionen von Banken und Sparkassen geprüft. In der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest kommt sie zu dem Ergebnis, dass nur fünf Prozent der Konten wirklich kostenlos sind.

Strenge Anforderungen der Stiftung Warentest
Rund 1.600 Banken und Sparkassen hat die Stiftung Warentest angeschrieben, ungefähr die Hälfte der Banken antwortete. Nie zuvor gab es eine derart große Untersuchung zu dem Thema. Dabei verwendete die Berliner Stiftung eine enge Definition des Begriffs “kostenlos”. Bedingung war nicht nur, dass auch eine EC-Karte oder eine andere Girokarte ohne Gebühren erhältlich ist, sondern dass auch kein Gehaltseingang in einer bestimmten Höhe oder der Abschluss weiterer Verträge wie beispielsweise eines Sparplans vorgeschrieben sind.

Diese Bedingungen erfüllt kaum eine Bank. Viele verlangen beispielsweise Gebühren für die EC-Karte. Teilweise ist sogar die Bankkarte kostenpflichtig. Mit dieser kann man zwar Geld am Automaten der Bank, nicht aber an den Automaten anderer Geldinstitute abheben und auch nicht bargeldlos im Supermarkt oder an der Tankstelle bezahlen.

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Viele Banken verlangen Mindesteingang
Das Siegel „kostenlos“ scheitert meistens daran, dass Banken einen monatlichen Gehalts- oder Renteneingang in einer bestimmten Höhe verlangen. Darunter ist das Konto gebührenpflichtig.

Andere Banken beschränken die Zahl der Buchungen. Dazu gehören neben Überweisungen auch Umsätze mit der EC-Karte oder Abbuchungen von Vereinen oder dem Vermieter. Auch Geldeingänge wie der Gehaltsscheck fallen darunter. Wird eine bestimmte Zahl überschritten, fallen Kosten an.

Teuer ist mitunter auch das Abheben bei Automaten fremder Geldinstitute. Dabei können Gebühren bis über sieben Euro anfallen. Das größte Automatennetz hierzulande besitzen die Sparkassen. Einen Schritt weiter geht die Deutsche Kreditbank mit ihrem Produkt DKB Cash. Bei der Tochter der Bayerischen Landesbank kann man mit der VISA-Karte an allen Geldautomaten kostenlos Geld abheben, unabhängig von deren Zugehörigkeit zu einem bestimmten Automatenverbund.

norisbank gehört zu den Testsiegern
Zu den von der Stiftung Warentest ausgezeichneten Konten gehört das norisbank Top-Girokonto. Das Berliner Geldinstitut verlangt bedingungslos keine Gebühren für Kontoführung oder EC-Karten. Da die Bank seit 2006 zur Deutschen Bank gehört, können norisbank-Kunden auch an allen Automaten der Cash Group kostenlos Geld abheben. Dazu gehören die meisten großen Privatbanken mit rund 7.000 Automaten sowie 1.000 Shell-Tankstellen.

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