Checkliste für Kreditnehmer
Wer einen oder mehrere Kredite aufgenommen hat, sollte wissen, dass er sich gegenüber den Banken verpflichtet hat, diese ordnungsgemäß entsprechend den in den Kreditverträgen vereinbarten monatlichen Zahlungsterminen zurückzuzahlen. Dafür hat er den Kreditinstituten die entsprechende Einzugsermächtigung erteilt.
Der Kreditnehmer muss für ausreichende Deckung des Kontos sorgen, von dem die Lastschriften gezogen werden sollen. Platzt eine Lastschrift, wird der Kreditnehmer gemahnt, und es fallen zusätzlich Mahngebühren an. Hat man einen Kredit für Ware aufgenommen, ist es so, dass die Ware bis zur vollständigen Bezahlung nicht in das Eigentum des Kunden übergeht. Das bedeutet zum Beispiel für einen Kreditnehmer, der einen Kredit bei einer Autobank für ein Fahrzeug aufgenommen hat, dass wenn er seinen Ratenverpflichtungen nicht nachkommt, das Fahrzeug von einem beauftragten Unternehmen sichergestellt wird. Ähnlich verhält es sich bei Möbeln und technischen Geräten.
Kreditnehmer ist auch, wer von seiner Bank auf seinem Girokonto einen Dispositionskredit eingeräumt bekommt und diesen regelmäßig in Anspruch nimmt und/oder zusätzlich noch einen Kreditrahmen auf ein Kreditkartenkonto nutzt. Gerade bei den Dispositionskrediten fallen bei Inanspruchnahme sehr hohe Zinsen an, bei geduldeten Überziehungen des Dispos bis zu 17%. Ähnlich verhält es sich beim Kreditkartenkonto, wenn der Saldo nur mit Mindestbeträgen getilgt wird.
Jeder Kreditnehmer sollte sich eine Überblick über seine monatlichen Verpflichtungen verschaffen, am besten mit einer Einnahmen-Ausgabenliste. Denn schnell kann es passieren, dass man über seine Verhältnisse lebt und mit seinen monatlichen Einnahmen seine Ausgaben nicht mehr decken kann. Die Überschuldung ist schneller da, als man glaubt, insbesondere wenn der Kreditnehmer nicht berücksichtigt, dass durch nicht vorhersehbare Ereignisse wie Krankheit und Arbeitslosigkeit das Einkommen plötzlich sinkt. Viele Kreditnehmer verlieren ohne Haushaltsplan schnell den Überblick, denn auch bei Bestellungen im Versandhaus ist es möglich, in Raten zu zahlen. Wer bereits Raten nicht begleichen konnte, weil das Einkommen nicht ausreicht, sollte sich unverzüglich an eine Schuldnerberatung wenden, um eine Lösung für die finanziellen Probleme zu finden und mit den Gläubigern entsprechende Vereinbarungen treffen.

