Die einzelnen Kapitalisierungsprodukte der unterschiedlichen Lebensversicherer auf dem Markt stehen seit kurzem unter Prüfung bei der Finanzaufsicht. Die auch als BaFin bekannte Finanzaufsicht traut den modernen Anlageprodukten der deutschen Lebensversicherer nicht. Daher werden die neuen Angebote genauestens durchleuchtet. Daher verlangte die Bafin von den einzelnen Lebensversicherern, die entsprechende Angebote auf dem Markt platzieren detaillierte Daten über diese Form der Kapitalisierungsgeschäfte. Entsprechende Informationen veröffentlichte vor kurzem die Financial Times Deutschland.

Kritik an Anlageverträgen
Bei vielen Lebensversicherungen gibt es Anlageverträge, damit die Kunden das Geld aus ausgezahlten Policen weiterhin bei den Lebensversicherungen aufbewahren, anstatt es an Banken und Fondsgesellschaften zu vergeben, die in Konkurrenz zu den Lebensversicherungen stehen. Bei vielen Lebensversicherern gibt es dementsprechend Produkte, die die Kunden beim Anbieter halten sollen. Dem Kunden werden dabei flexible Anlagen angeboten, mit einer attraktiven Verzinsung und einer Kündigung ohne Zinsverluste. Erste Kritiker deuten bereits an, dass diese Angebote zu Lasten der Überschussbeteiligungen der Stammkunden gehen wird, da solch hohe Zinssätze sonst nicht finanziert werden könnten.

Wenn dies der Fall ist, würden die höheren Zinsen durch das Versichertenkollektiv bezahlt werden, was sich vor allem aus langfristigen Verträgen zusammensetzt, die zum Beispiel die direkte Altersvorsorge betreffen. Anlässlich dieser Ereignisse fordert die BaFin bis zum 19.04.2010 Klarheit darüber, wie hoch der Anteil der Kapitalisierungsgeschäfte an den gesamten Prämieneinnahmen sein wird. Auch die etwaigen Risiken sollen aufgeschlüsselt werden, genau wie die zu erwartenden Kündigungsquoten.

Verstärkt Risikogeschäfte im Fokus
Finanzexperten sehen diese Reaktion der BaFin als klaren Hinweis an die Lebensversicherer, welche es mit den Angeboten im Einmalgeschäft nicht übertreiben dürfen. Von Seiten der Versicherer wird angegeben, dass diese Form der Anlagen nur Kunden angeboten werden, die bereits als bestehende Kunden im System vorhanden sind.

Gerade hinsichtlich riskanter Finanzgeschäfte ist die BaFin inzwischen schneller aktiv, als es noch vor der Finanzkrise der Fall war. Dies dient der Stabilisierung des Finanzmarktes und natürlich auch dem Schutz der Einlagen, die durch die Kunden vorhanden sind. Die Einlagen der Kunden müssen in jedem Fall gesichert sein und darüber hinaus darf kein zu hohes Risiko zu Lasten der Einlagen von Seiten der Anbieter eingegangen werden.

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