Importkredit


Als Importkredit wird ein Kredit von Kreditinstituten genannt, der den Zeitraum zwischen Wareneingang und Bezahlung der Ware durch den Abnehmer überbrückt. Dabei handelt es sich um eine Außenhandelsfinanzierung.
Da Banken ihre Kredite niemals vergeben, ohne eine Sicherheit vom Kreditnehmer dafür zu erhalten, ist bei einem Importkredit die Ware selbst die Sicherheit. Sie wird der Bank vorübergehend bis zur vollständigen Geschäftsabwicklung zwischen den Handelspartnern als sogenannte Sicherungsübereignung übertragen. Sobald dann die Zahlung an den Verkäufer geleistet ist, erhält der Käufer die Warenlieferung zur weiteren freien Verwendung und Verarbeitung zurück.

Als Inhalt des Kreditvertrages ist zwingend das Zahlungsziel zu nennen. Ebenso muss der geforderte Geldbetrag als konkrete Summe benannt werden. Weitere, dem ins Auge gefassten konkreten Handelsgeschäft entsprechend, können zusätzliche Vereinbarungen getroffen werden.

Grundsätzlich muss jede Ware, die deutsche Unternehmen für ihre Produktion benötigen, von diesen auch bezahlt werden. Meist wird dafür jedoch nicht das Betriebsvermögen herangezogen, sondern dieser sogenannte Importkredit. Er gibt einem Unternehmen somit eine gewisse Planungssicherheit während der Produktionsphase, verfügt es in dieser Zeit doch über genügend liquide Mittel, um die Produktion weiter laufen zu lassen.

Zu beachten ist, dass es vier unterschiedliche Formen eines Importkredites gibt: Das sind zum Einen der Form-Akzeptkredit, der Form-Rembourskredit, der Form-Exportkredit (auch Akkreditive genannt) und der Form-Negoziierungskredit.

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