Zahlungsverzug - Kreditlexikon


Es sind drei verschiedene Formen von Zahlungsverzug bekannt.

Ein Zahlungsverzug liegt dann vor, wenn der Schuldner eine Mahnung erhält. Darin erfolgt die Aufforderung zur Zahlung der fälligen Forderung. Mit Zustellung der Mahnung beginnt der Zahlungsverzug. Dies bezeichnet man als “ Verzug durch Mahnung“.

Im Gegensatz dazu gibt es auch “ Verzug ohne Mahnung“. Wird in einem Vertrag oder einer Rechnung eine Zahlungsfrist festgelegt, ist diese bindend. Verstreicht diese Frist ohne Rechnungsbegleichung befindet sich der Schuldner nach dieser Frist in Zahlungsverzug. Ein näheres Beispiel dazu: War die Zahlfrist zum 14.08.2008, ist der Schuldner ohne Zahlung seit dem 15.08.2008 in Zahlungsverzug.

Generell laut neuerem Gesetz gilt, ein Schuldner gerät 30 Tage nach Fälligkeit der Rechnung in Zahlungsverzug. Aber nur, wenn vom Gläubiger kein kürzerer Zahlungstermin festgesetzt wurde.

Sobald der Zahlungsverzug eingetreten ist, können vom Gläubiger zur Eintreibung der Forderung Verzugsschäden geltend gemacht werden. Darunter fallen Verzugszinsen, Portokosten, Kosten für Mahnschreiben und Mahnbescheid.
Verzugszinsen von vier Prozent bei Privatpersonen auf die Hauptforderung sind gesetzlich festgelegt.

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