Zinsbindung - Kreditlexikon


Unter dem Begriff Zinsbindung versteht man die Festschreibung eines in einem Kreditvertrag vereinbarten Zinssatzes. Der vereinbarte Zinssatz kann während der Laufzeit weder vom Kreditgeber noch vom Kreditnehmer geändert werden und bleibt während der gesamten Festschreibungszeit gleich.

Im Rahmen von Kreditfinanzierungen jeglicher Art werden in der Regel immer die Zinssätze, die gewährt werden, festgeschrieben. Die Zinsfestschreibungsdauer im Kreditvertrag kann grundsätzlich zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer flexibel vereinbart werden. Bei langfristigen Baufinanzierungen liegt die Zinsbindung jedoch in der Regel bei 10 Jahren. Bei Anschaffungskrediten beträgt die Zinsbindung oft 1-5 Jahre. Während der Zinsbindung kann der Zinssatz nicht geändert werden. Diese Tatsache kann bei Veränderung des Leitzinses Vor –und Nachteile für den Kreditnehmer haben. Während der Zinsbindung sind im Normalfall keine Sondetilgungen möglich. Bei langfristigen Baufinanzierungen wird jedoch fast immer vereinbart, dass 10 % des ursprünglichen Darlehensbetrages pro Jahr außerplanmäßig zurückgezahlt werden können. Bei Darlehen ohne Zinsbindung sind jederzeitige Sondertilgungen möglich. Der Zinssatz bei Darlehen mit Zinsbindung ist in der Regel wesentlich günstiger als bei variablen Darlehen. Bei Ablauf der Zinsbindung kann ein Darlehen komplett zurückgezahlt werden. Auch eine weitere Zinsfestschreibung ist möglich und wird in der Regel zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber vereinbart.

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