Marge - Kreditlexikon


Das französische Wort „Marge“ bedeutet im eigentlichen Sinn etwa „Gewinnspanne“. In der Tat funktioniert ein Margenkredit auf diesem Prinzip: Ein Margenkredit ist also etwas wie ein Kredit aus einer in der Regel nocht zu erzielenden, aber relativ sicher einkalkulierbaren Gewinnspanne.

Margenkredite sind spekulative Kredite und bergen entsprechend gewisse Risiken, allerdings lässt sich im günstigen Fall damit eine ungleich bessere Rendite erzielen als bei anderen gängigen Kreditformen.
Der gängigste Fall ist der Folgende: Jemand hat eine Eigentumswohnung gekauft und womöglich noch nicht zur Gänze abbezahlt. Nun bekommt er zu einem vergleichbaren Preis ein Einfamilienhaus angeboten, das über eine ungleich größere Grundstücksfläche verfügt, da es von einem Garten eingerahmt wird. Bei Normalentwicklung der Grundstückspreise sollte das Haus also einen erheblich größeren Verkaufserlös erzielen. Die Person verkauft also die Wohnung oder bietet sie als Sicherheit für den Kredit, kauft das Haus, verkauft es wieder, bezahlt die Zinsen vom Gewinn (Marge) und behält die Differenz als Gewinn.

Solche Darlehen sind aber nicht immer günstig und daher stets mit einem gewissen Risiko behaftet etwa gegenüber einem herkömmlichen Baukredit.
Vor Abschluss eines Margenkredits sollte man sich jedenfalls ausgiebig von seiner Bank beraten lassen, zumal Immobiliengeschäfte, wie die Gegenwart zeigt, generell keine sicheren Geschäfte sind.

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